2012 kam ich nach Jüterbog. In der Pferdestraße wurde ein Yogakurs angeboten, hier hab mich unvermittelt angemeldet.
Meine erste Yogastunde erlebte ich bei Sophie und war total verzaubert. Sie hatte eine unfassbar positive Ausstrahlung und sprach einen so witzigen amerikanischen Akzent. Obwohl ich keine Ahnung hatte und nach eigener Einschätzung eher unsportlich war, konnte ich ihren Anweisungen ganz gut folgen. Ich entwickelte recht schnell eine Leidenschaft und konnte die nächste Stunde kaum erwarten.
Doch leider musste ich mich nach nur einem Jahr schon wieder verabschieden. Beruflich zog es mich weiter in die Nähe von Potsdam.
Dort gab es zwar auch jede Menge Yoga-Angebote, doch ein passendes zu finden, war alles andere als einfach. So probierte ich viel aus und lernte verschiedene Yogastile kennen. In spirituelle Stunden sowie unter fortgeschrittenen Yogis fühlte ich mich sehr unwohl. Iyengar- und Arial-Yoga machten zwar riesig Spaß, passten aber irgendwie nicht zu mir. Eines Tages fand ich ein kleines Hatha-Yoga-Studio in Rehbrücke – EinfachYoga ;-). Hier war ich glücklich, durfte mit ganz tollen Frauen üben und wurde sehr inspiriert.
Und dann bin ich auf den Hund gekommen.
Ein kleiner Bob – Tierschutzhund aus Spanien – trat in mein Leben und ich hatte dann plötzlich keine Zeit mehr für die Yogastunden im Studio. Bob blieb leider nicht gerne alleine, deshalb praktizierte ich überwiegend für mich zu Hause. Was auch den Wunsch entstehen ließ, eine Yogaausbildung zu machen.
Seit über 13 Jahren übe ich nun Yoga und habe viele positive Eigenschaften selbst erfahren. Meine Yogapraxis ist zu einem unverzichtbaren Teil meines Lebens geworden.
Yoga ist mein Anker
Als luftiger Vata-Typ, finde ich während einer Yogastunde zur Ruhe. Yoga zu üben, bedeutet für mich: Selbstfürsorge. Ich gehe mit dem, was da ist auf meine Matte – ich muss nicht gut dabei aussehen und auch nichts leisten. Meistens beginne ich in Rückenlage in Apanasana und massiere so den Rücken, dann eine Drehung nach rechts und links, dann bisschen aufschaukeln und Bauchmuskeln im Boot trainieren und dann noch ein paar Sonnengrüße. Das regelmäßige Meditieren tut mir auch sehr gut. Meine liebst Übungszeit ist übrigens morgens, direkt nach dem Aufstehen. Während der Übungen reguliert sich mein Nervensystem und ich fühle mich ausgeglichener – bereit für den Tag. Es gibt Übungen, die kann ich nicht, wie z. Bsp. den Kopfstand oder die seitliche Krähe – aber das ist gar nicht schlimm. Ich bin überzeugt, dass sich die positive Wirkung auch ohne diese Übungen einstellt.
Ich glaube, dass jeder etwas für sich aus diesem Wissen schöpfen kann.
Sei es Kraft durch eine körperlich intensive Praxis oder Ruhe durch einen sanften bzw. meditativen Stil. Wer schon länger Yoga praktiziert, spürt einfach, was der Körper gerade braucht. Alles entwickelt sich, wie es soll und im richtigen Tempo sowieso. Meine Dozenten und Yogalehrer sind und waren für mich immer Vorbilder. Ich lasse mich gern weiterhin inspirieren, deshalb besuche ich regelmäßig Yoga-Retreats oder Workshops.
Ich freue mich, wenn ich dich auf deinem Yogaweg ein Stück begleiten und inspirieren kann.
Am Anfang hatte ich großen Respekt davor. Ich suchte mir deshalb erstmal ein paar Teilnehmer:innen im Freundeskreis und begann auf Spendenbasis. Zuerst 2019 im AWO Familienzentrum in Niemegk, aus dieser Zeit stammen meine bis heute treuesten Yogis. Dann übte ich mit Freundinnen beim Wir e.V. in Bad Belzig. Wenig später 2020 durfte ich eine Gruppe Dressurreiter im Dorfgemeinschaftshaus Nichel anleiten, die mir auch bis heute treu geblieben ist. Im Sommer üben wir auch mal draußen, was den meisten Teilnehmer:innen sehr viel Freude macht.
Seit 2026 unterrichte ich im wunderschönen lichtdurchfluteten Turnraum des KulturHauses in Locktow.
2019
200H hatha-vinyasa-yoga
Meine Yogalehrer-Ausbildung hab ich bei der WAY Akademie gemacht. Sie fand in drei intensiven Wochen auf Sylt statt. Falls du noch nie auf Sylt warst, fahr mal hin. Die Insel ist wunderschön.